Ausstellungsreihe
März bis Mai 2012
Im Rahmen der Ausstellungsreihe "Afrikanische Literatur im 21. Jahrhundert" wird noch bis Mai 2012 das Werk von Sindiwe Magona (South Africa) gezeigt.
Sindiwe Magona wurde 1943 in Umtata (Südafrika) geboren. und wuchs im Township Gugulethu in der Nähe von Kapstadt Cape Town auf. Das Abitur und ihren B.A. schloss sie im Fernstudium an der University of South Africa ab; nebenbei arbeitete sie als Hausangestellte. An der Columbia University in New York erwarb sie später einen M.A. in Sozialarbeit. Von 1984 bis 2003 arbeitete Sindiwe Magona für die Vereinten Nationen im Bereich Öffentlichkeitsarbeit. Im Rahmen dieser Tätigkeit konzipierte sie u.a. Radioprogramme, in denen die Rolle der UN im Kampf gegen die Apartheid diskutiert wurde. 2003 kehrte sie nach Kapstadt zurück, wo sie seitdem als Autorin, Essayistin, Poetin, Geschichtenerzählerin, Schauspielerin und im Bereich der Literaturvermittlung tätig ist.
1990 veröffentlichte Sindiwe Magona zunächst eine Autobiografie, To My Children's Children, auf die zwei Jahre später eine Fortsetzung folgte, Forced to Grow (1992). 1991 erschien ihr erster Band mit Kurzgeschichten, Living, Loving and Lying Awake at Night. Ein weiterer Band, Push-Push! & Other Stories, wurde 1996 veröffentlicht. 1998 erschien der Roman Mother to Mother, den Sindiwe Magona später auch für das Theater adaptierte. Ihr jüngster Roman, Beauty’s Gift, erschien 2008. Zuletzt veröffentlichte Sindiwe Magona einen Band mit politischen Gedichten, Please, Take Photographs (2009). Außerdem hat sie mehr als 100 Kinderbücher geschrieben.
Heute lebt die Autorin in Kapstadt. Im Oktober 2010 war sie beim Internationalen Literaturfestival Berlin zu Gast.
www.literaturfestival.com/teilnehmer/autoren/2010/sindiwe-magona
Bisherige Ausstellungsposter in dieser Reihe
Dezember 2011 bis Februar 2012
Paulina Chiziane wurde am 4. Juni 1955 in Manjacaze in der Provinz Gaza in Mosambik geboren. Als sie sechs Jahre alt war, zog die Familie nach Lourenco Marques, das heutige Maputo, wo Paulina in den Vorstädten der Landeshauptstadt aufwuchs. Zu Hause wurden die Sprachen Chopi und Ronga gesprochen. Nach dem Besuch der Oberschule – damals für Kinder wie sie in Mosambik noch ein Privileg – besuchte Paulina Chiziane die Handelsschule und arbeitete als Sekretärin, bevor sie sich an der Eduardo Mondlane-Universität in Maputo für ein Linguistik-Studium einschrieb, nebenbei für das Rote Kreuz arbeitete und zu schreiben begann. Seit 1984 hat Paulina Chiziane in der mosambikanischen Presse mehrere Erzählungen auf Portugiesisch veröffentlicht. Ihr erster Roman, Balada de Amor ao Vento (1990), gilt als erster von einer Frau veröffentlichter Roman in Mosambik. Er erregte Aufsehen durch die Schilderung der Polygynie im Süden Mosambiks während der Kolonialzeit. Es folgten Ventos de Apocalipse (1993), O Sétimo Juramento (2000), Niketche: Uma História de Poligamia (2002), O Alegre Canto da Perdiz (2008) und As Andorinhas (2008). Drei der Romane von Paulina Chiziane sind auch auf Deutsch erschienen. Paulina Chiziane ist politisch stark engagiert. In ihren Romanen beschäftigt sie sich mit sozialen Fragen und Problemen des Landes während des Befreiungskampfes und nach der Unabhängigkeit, wie der Situation der Frauen, dem Bürgerkrieg und der Ausbeutung der Bevölkerung durch einheimische Eliten. In einem Interview hat sie gesagt, dass sie am liebsten fantastische Literatur schriebe. Weil es aber so viele wichtige Dinge gebe, die sie als Schriftstellerin bezeugen müsse, verweist sie in ihrem Werk immer wieder auf die sehr ernüchternde Realität des Landes.
September bis November 2011
Sefi Atta wurde 1964 in Lagos, der damaligen Hauptstadt Nigerias, geboren. Nach ihrer Schulzeit in Nigeria und England studierte sie zunächst in Birmingham und arbeitete anschließend als Wirtschaftsprüferin. 1994 zog sie in die USA, wo sie zu schreiben begann und 2001 an einem Kurs in Creative Writing in Los Angeles (Antioch University) teilnahm. Sie veröffentlichte einige ihrer Kurzgeschichten in Literatur-Zeitschriften. 2004 erschien ihr erster Roman, Everything Good Will Come. Es folgte ein in Nigeria veröffentlichter Band mit Kurzgeschichten, Lawless (2008), der ein Jahr später unter dem Titel News from Home (2009) auch in den USA und England erschien. Zuletzt veröffentlichte Sefi Atta ihren zweiten Roman, Swallow (2010). Außerdem hat sie mehrere Radio-Hörspiele verfasst. Sefi Atta hat für ihr literarisches Werk mehrere sehr renommierte Preise gewonnen, darunter der PEN International David TK Wong Prize (2005), der Wole Soyinka Prize for Literature in Africa (2006) und der Noma Award for Publishing in Africa (2009). Heute lebt Sefi Atta mit ihrem Mann, dem Arzt Gboyega Ransome-Kuti, und ihrer Tochter Temi in Meridian, Mississippi, wo sie an der Mississippi State University unterrichtet.
Sefi Attas offizielle Homepage
Juni bis August 2011
Aminatta Forna wurde 1964 als Kind eines sierra-leonischen Vaters und einer schottischen Mutter in Schottland geboren, wo ihr Vater damals Medizin studierte. Als sie sechs Jahre alt war, trennten sich ihre Eltern. Die Mutter heiratete erneut; Forna und ihre beiden Geschwister zogen mit dem Vater, inzwischen Arzt, nach Sierra Leone. 1975 wurde Fornas Vater wegen Hochverrats angeklagt und hingerichtet. Ihrer Stiefmutter gelang es, die Kinder nach England zu bringen. Nach dem Abitur studierte Forna zunächst Rechtswissenschaften in London, war Gastwissenschaftlerin in Berkeley und arbeitete dann über zehn Jahre lang als Reporterin für die BBC und andere Medien. Im Jahr 2000 reiste sie nach Sierra Leone, wo sie versuchte, mehr über die Hintergründe des gewaltsamen Todes ihres Vaters herauszufinden. Hierüber schreibt sie in The Devil That Danced on the Water (2002). Seither sind zwei Romane erschienen, Ancestor Stones (2006) und The Memory of Love (2010). Für ihr literarisches Werk ist Aminatta Forna vielfach ausgezeichnet worden, zuletzt 2011 mit dem Commonwealth Writers’ Prize.
Aminatta Fornas offizielle Homepage
Zusammenfassungen und Rezensionen von Fornas Werken
März bis Mai 2011
Meja Mwangi, einer der bedeutendsten zeitgenössischen Schriftsteller aus Kenia, wurde 1948 in der Stadt Nanyuki in der Provinz Rift Valley geboren. Nach dem Abitur am Kenyatta College arbeitete Meja Mwangi zunächst als Tontechniker bei der französischen Rundfunkanstalt in Nairobi und im Bereich audiovisuelle Medien beim British Council, bevor er Ende der 1970er Jahre beschloss, sich ganz dem Schreiben zu widmen. Im Gegensatz zu vielen anderen afrikanischen Schriftstellern hat Meja Mwangi erst spät ein Studium begonnen und war trotz seines überwältigen Erfolgs bei Lesern im In- und Ausland lange ein Außenseiter in den literarischen Kreisen der kenianischen Hauptstadt. Neben zahlreichen Romanen hat er auch Theaterstücke, Kurzgeschichten, Kinder- und Drehbücher geschrieben und war an mehreren Filmprojekten beteiligt. Zwei seiner Romane sind verfilmt worden. Bereits sein erster Roman, Kill Me Quick (1973), wurde mit dem renommierten Jomo Kenyatta Prize for Literature ausgezeichnet; viele weitere nationale und internationale Auszeichnungen folgten.
Meja Mwangis Werk ist unglaublich vielseitig und lässt sich in verschiedene Gruppen einteilen. Sein erster Roman, der zusammen mit Going Down River Road (1976) und The Cockroach Dance (1979) oft als urbane Trilogie bezeichnet wird, ist typisch für Mwangis literarische Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Facetten und Herausforderungen des Lebens in Nairobi und den damit verbundenen sozialen Problemen, die ihm auch international viel Anerkennung gebracht hat. Eine zweite Gruppe von Werken thematisiert die Zeit des Mau Mau-Aufstands gegen die britische Kolonialherrschaft in Kenia in den 1950er Jahren, die Mwangi in seiner Jugend selbst miterlebt hat. Hierzu gehören die Romane Carcase for Hounds (1974), Taste of Death (1975) und The Mzungu Boy (1990). Mwangis Thriller, die sich insbesondere bei urbanen Leserschaften in Kenia von Anfang an großer Beliebtheit erfreut haben, bilden eine dritte Gruppe, darunter The Bushtrackers (1979), Bread of Sorrow (1987) und Weapon of Hunger (1989). Trotz des Erfolgs brachte diese Art von Literatur Mwangi auch die Kritik der lokalen Literatur-Szene ein, die populären Romanen gegenüber sehr skeptisch eingestellt war. Für Mwangi war dies letztlich der Anstoß zu dem Versuch, Romane zu schreiben, die sich zwar auf anspruchsvolle Art und Weise ernsthaft mit wichtigen Themen des Gesellschaft beschäftigen, sich gleichzeit aber auch gut lesen und bei den Lesern aufgrund ihres Stils gut ankommen. Hierzu gehören The Return of Shaka (1989), Striving for the Wind (1990), The Last Plague (2000), Mountain of Bones (2001), The Boy Gift (2006), Mama Dudu, The Insect Woman (2007) und Baba Pesa (2007). The Big Chiefs (2007), Mwangis letzter Roman, der mittlerweiler auch für das Theater bearbeitet wurde, ist sein Beitrag zu dem Projekt "Rwanda – écrire par devoir de mémoire", in dessen Rahmen zehn afrikanische Schriftstellerinnen und Schriftsteller im Jahr 1998 nach Ruanda reisten, die Stätten des Genozids besuchten und mit Betroffenen, darunter sowohl Opfer als auch Täter, sprachen.
November 2010 bis Februar 2011
Emmanuel Boundzéki Dongala wurde 1941 in der heutigen Republik Kongo geboren. Nach seinem Schulabschluss in Brazzaville studierte er in den USA (B.A., M.A.) und in Frankreich (Promotion) Chemie. Anschließend setzte er seine Hochschullaufbahn als Professor für Chemie in Brazzaville fort. 1997, während des Bürgerkriegs im Kongo, bekam Dongala – u.a. auf Empfehlung seines Freundes Philip Roth – die Möglichkeit, sich und seine Familie in Sicherheit zu bringen und in den USA zu unterrichten, zunächst als Visiting Professor für Chemie am Bard College in Simon’s Rock (Massachusetts). Heute ist er dort Professor für Chemie und Frankophone Literatur. Für sein literarisches Werk hat er zahlreiche renommierte Auszeichnungen erhalten.
Dongalas erster Roman, Un fusil dans la main, un poème dans la poche (1973), dreht sich um Mayéla dia Mayéla, den zum Tode verurteilten Präsidenten einer fiktiven afrikanischen Republik, der während der letzten Nacht im Gefängnis, während er auf seine Hinrichtung wartet, die Stationen seines Leben vor seinem inneren Auge Revue passieren lässt.
1982 veröffentlichte Dongala einen Band mit Kurzgeschichten, Jazz et vin de palme.
Mankunku, der Protagonist von Dongalas zweitem Roman, Le feu des origines (1987), wurde unter mysteriösen Umständen geboren. Sein surreales, fiktives Leben erstreckt sich von der Zeit vor der Ankunft der ersten europäischen Sklavenhändler über die Zeit der Kolonisation und Industrialisierung bis in die Moderne; seine Identität ist so wechselhaft wie die seines Landes.
Matapari, der 15-jährige Ich-Erzähler von Dongalas drittem Roman, Les petits garçons naissent aussi des étoiles (1998), wurde am 20. Jahrestag der Unabhängigkeit seines Landes im zentralen Afrika geboren. Aus jugendlicher Perspektive berichtet er vom Leben seiner Familie, deren Geschichte eng mit der seines Landes – von den letzten Jahren des Kolonialismus über die folgende sozialistische Diktatur bis zum Beginn der Demokratie – verbunden ist.
Dongalas vierter Roman, Johnny Chien Méchant (2002) – 2008 von Jean-Stéphane Sauvaire unter dem Titel "Johnny Mad Dog" verfilmt – beschäftigt sich mit einem Bürgerkrieg Ende der 1990er Jahre in einem fiktiven zentralafrikanischen Land. Der Roman wird abwechselnd aus Sicht der 16-jährigen Laokolé, die mit ihrer Mutter und ihrem kleinen Bruder auf der Flucht ist, und aus Sicht des ungefähr gleichaltrigen Johnny, einem Kämpfer der Miliz, erzählt.
Dongalas jüngster Roman, Photo de groupe au bord du fleuve (2010), ist in der zweiten Person Singular geschrieben und handelt von Méréana, einer jungen, alleinstehenden Frau und Mutter von drei Kindern, die sich, gemeinsam mit einer Gruppe anderer Frauen, erfolgreich gegen Unrecht und Gewalt zur Wehr setzt.
Juli bis Oktober 2010
Chimamanda Ngozi Adichie wurde 1977 in Abba im ostnigerianischen Bundesstaat Enugu als fünftes von sechs Kindern geboren. Sie wuchs in Nsukka auf, wo ihr Vater Mathematik-Professor und ihre Mutter die Leiterin des Prüfungsamtes der Universität war. Ihre Familie wohnte auf dem Campus im gleichen Haus, in dem einige Jahre zuvor auch Chinua Achebe gewohnt hatte, als er an der Universität Nsukka beschäftigt war.
Adichie hat in den USA einen B.A. in Kommunikations- und Politikwissenschaft (Eastern Connecticut State University), einen M.A. in Creative Writing (Johns Hopkins University) und einen M.A. in Afrikastudien (Yale University) gemacht. Heute lebt sie in den USA und Nigeria, wo sie u.a. Kurse für zukünftige Schriftstellerinnen und Schriftsteller angeboten hat.
Die junge Autorin hat u.a. den Lyrikband Decisions (1997), das Theaterstück For Love of Biafra (1998), zwei Romane – Purple Hibiscus (2003) und Half of a Yellow Sun (2006) – und die Kurzgeschichten-Sammlung The Thing Around Your Neck (2009) veröffentlicht. Für ihr literarisches Werk ist Adichie mit mehreren Preisen ausgezeichnet worden.
"I loved those American and British books I read. They stirred my imagination. They opened up new worlds for me. But the unintended consequence was that I did not know that people like me could exist in literature. So what the discovery of African writers did for me was this: it saved me from having a single story of what books are. … A single story creates stereotypes".
April bis Juni 2010
Patrice Nganang, geboren 1970 in Kamerun, ist seit 2007 Associate Professor für Comparative Literary and Cultural Studies an der Stony Brook University, New York. Zu seinem literarischen Werk zählen zwei Gedichtbände, Elobi (1995) und Apologie du vandale (2006), sowie die Romane La promesse des fleurs (1997), Temps de chien (2001), La joie de vivre (2003), L'invention du beau regard (2004) und – zwischen Juli und September 2005 serialisiert in der kamerunischen Tageszeitung Le Messager erschienen – La chanson du joggeur.
Januar bis März 2010
Chris Abani wurde am 27. Dezember 1966 als Sohn eines Igbo-Vaters und einer englischen Mutter in Nigeria geboren. Abanis erster Roman, Masters of the Board (1985), wurde, für ihn selbst völlig überraschend, von der nigerianischen Regierung als Vorlage für den gescheiterten Umsturzversuch des Generals und Schriftstellers Mamman Jiya Vatsa an der jungen Regierung von General Ibrahim Babangida gelesen und brachte ihm 1985 eine sechsmonatige Haftstrafe ein. 1987 begann er ein Universitäts-Studium und beteiligte sich an Auftritten einer Guerilla-Theatergruppe, was zu einer weiteren Haftstrafe, diesmal im Hochsicherheitsgefängnis Kiri Kiri, führte. Nach einem Jahr wurde er ohne weitere Erklärung wieder freigelassen und kehrte an die Universität zurück. Er studierte Literatur, entwickelte seine Liebe zum Jazz und schrieb nebenbei ein Theaterstück, Song of a Broken Flute. Wegen dieses Stücks wurde er 1990 zum dritten Mal festgenommen und kam für weitere eineinhalb Jahre ins Gefängnis, sechs Monate davon in Isolationshaft. Ohne Gerichtsverfahren wurde er wegen Hochverrats zum Tod verurteilt und wartete gemeinsam mit anderen politischen Gefangenen und Schwerverbrechern auf die Vollstreckung des Urteils, kam 1991 aber frei. Bis 1999 lebte er im Exil in London. Als ein Freund dort ermordet wurde, flüchtete er in die USA.
In den letzten Jahren hat Abani zahlreiche Auszeichnungen für sein umfangreiches Werk bekommen. Seinem ersten Roman folgten die Lyrik-Bände Kalakuta Republic (2000), Daphne’s Lot (2003), Dog Woman (2004) und Hands Washing Water (2006) sowie weitere Romane: GraceLand (2004), Becoming Abigail (2006), The Virgin of Flames (2007) und zuletzt Song for Night (2007).
Chris Abani ist Professor an der University of California, Riverside. 2004 war er Teilnehmer beim Internationalen Literaturfestival Berlin.
Oktober bis Dezember 2009
Fatou Diome, geboren 1968 in dem senegalesischen Fischerdorf Niodior, lebt seit 1994 in Straßburg. Sie studierte Literaturwissenschaften und unterrichtete an der Universität. Ihr erster Roman, Le ventre de l'Atlantique (2003), hatte international großen Erfolg und wurde in Deutschland mit dem LiBeraturpreis ausgezeichnet. Fatou Diome habe "mit spielerischem Witz, aber großer Genauigkeit einen Roman geschrieben, der ein komplexes Thema auf unterhaltsame Weise präsentiert", so die Jury (Quelle: Diogenes).
