Ausstellungen

Laufend

Seit Juli 2004 werden im Eingangsbereich der Jahn-Bibliothek für afrikanische Literaturen in einer Ausstellungsvitrine Schätze aus dem Bestand der Sammlung präsentiert, oft mit aktuellem Bezug. Die Präsentationen wechseln mehrmals im Jahr. Zur Zeit wird in einer Ausstellungsreihe zum Thema "Afrikanische Literatur im 21. Jahrhundert" das literarische Werk einzelner zeitgenössischer Schriftstellerinnen und Schriftsteller vorgestellt.

 

2018

Sichtwechsel: Comic-Helden in und aus Afrika

Ausstellung in der Schule des Sehens (JGU), Jakob-Welder-Weg 18, 55128 Mainz

12. Juni bis 23. Juli 2018

Die Ausstellung lädt ein zu einer Begegnung mit Comic-Helden in und aus Afrika, die vielfältige Perspektiven auf eine ganze Reihe von Themen ermöglichen. Die Comics bzw. Comic-Helden einiger zeitgenössischer afrikanischer Künstlerinnen und Künstler sind bewusst als Gegenentwürfe zu kolonial geprägten bzw. stereotypen Vorstellungen von Afrika entstanden, indem sie z.B. Großstadt-Heldinnen oder Superhelden in den Mittelpunkt stellen. Die Ausstellung zeigt aber auch Comics mit weiteren thematischen Schwerpunkten. So ermöglichen afrikanische Comic-Helden in oder unterwegs nach Europa unterschiedliche Perspektiven auf Migration; aber auch Märchen-, Alltags- und Krimihelden sowie Comic-Helden im Dienst von Bildung und Aufklärung sind in der Ausstellung vertreten, ebenso wie afrikanische Comic-Helden der Weltgeschichte, (Anti-)Helden postkolonialer Geschichte oder Nationalhelden.

Vernissage

Dienstag, 12. Juni, 15:30 Uhr

HS 21 (Physikalische Chemie), Jakob-Welder-Weg 11

Grußworte von Prof. Dr. Thomas Bierschenk als Dekan des FB 07, Prof. Dr. Oy-Marra als Vorsitzende des Leitungsgremiums der Schule des Sehens, Dr. Vera Hierholzer als Leiterin der Sammlungskoordination der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Thematische Einführung von Dr. Anja Oed

Szenische Lesung mit Studierenden der Ethnologie und der Weltliteratur

Gelegenheit zum Besuch der Ausstellung und Empfang in der Schule des Sehens, Jakob-Welder-Weg 18

 

Donnerstag, 5. Juli, 18:15 Uhr, Hörsaal P 2 (Philosophicum)

Rupert Bazambanza (Ruanda): „Comics über den Genozid an den Tutsi als Erinnerungsarbeit“. Vortrag  bzw. Künstlergespräch in französischer und deutscher Sprache

 

23. Juli 2018, 15-20:00 Uhr, Hörsaal P 2 (Philosophicum) bzw. Schule des Sehens

Schwarzer Orpheus meets Comic-Kunst. Fest-Symposium zum 100. Jubiläum des Geburtstags von Janheinz Jahn (Programm demnächst unter http://www.jahn-bibliothek.ifeas.uni-mainz.de)

 

23. Juli 2018, 18:15 Uhr, Hörsaal P 2 (Philosophicum)

Ib Zongo (Burkina Faso / Ghana): „Comics als Bildungsmedium in Afrika“. Vortrag bzw. Künstlergespräch in deutscher Sprache.

 

 

2016

Ansichtssache! Objektgeschichten aus den Sammlungen

Die stürmische Göttin und der mächtige Elefant

 

Bücherwelten digital

7. bis 21. November 2016, Zentralbibliothek der JGU

Öffnungszeiten: Mo.-Fr. 8:00-24:00 Uhr, Sa. und So. 10:00-24:00 Uhr

Die Ausstellung Bücherwelten digital zeigt Buchkunst aus verschiedenen Welten und Jahrhunderten. Zeitlich spannt sie den Bogen vom 18. bis zum 20. Jahrhundert, geografisch von Afrika bis Europa, thematisch vom aufwändig illustrierten Atlas aus dem 18. Jahrhundert bis zur kunstvoll gestalteten Examensarbeit aus den Gründerjahren der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Die Ausstellung im Foyer der Zentralbibliothek präsentiert Kunstbücher in ihrer multiplen Existenz, als analoge sowie als digitale Artefakte. Sie verdeutlicht am einzelnen Objekt, wie die digitale Welt mit der analogen zunehmend zusammenwächst, und das einzelne Buch über die digitale Dokumentation, Erschließung, Archivierung und Präsentation seine Wirkkraft in die virtuelle Welt verlängert.

Bei der Ausstellung wird auch ein Buch aus der Jahn-Bibliothek für afrikanische Literaturen gezeigt:

Yoruba Poetry. Traditionelle Yoruba-Gedichte, gesammelt und übersetzt von Bakare Gbadamosi und Ulli Beier. Mit acht Serigrafien und zehn Vignetten von Susanne Wenger (Ibadan: Ministry of Education, 1959)

T 26,8, B 54,5 cm

Die Anthologie setzt Serigrafien der österreichischen Künstlerin Susanne Wenger (1916-2009), die fast 60 Jahre lang in Nigeria lebte, in Beziehung zu mündlich tradierten Yorùbá-Gedichten (oríkì). Durch oríkì lassen die Yorùbá die Besonderheiten einzelner Menschen, aber auch ganzer Familien lebendig werden, von Gottheiten und Königen ebenso wie von Tieren und Pflanzen. Oríkì sind oft nicht leicht zu verstehen und voller Anspielungen auf historische Ereignisse. Ein bis zwei Verse bilden meist eigene Sinnabschnitte, die immer wieder neu kombiniert werden und je nach Kontext weitere Bedeutung annehmen können. Der hier im Bild evozierte Elefant gilt als Inbegriff von Macht und königlicher Würde.

Elefant, ein Geist im Busch
Elefant, der Tod bringt
Er schluckt eine ganze Palmfrucht
mitsamt den Dornen.
Er zertrampelt das Gras
mit seinen Mörserbeinen
Wo immer er auch hintritt,
wächst kein Gras mehr.
Er schüttelt einen Mann wie einen Lumpen
und hängt ihn in den Baum.
Mit einer einzigen Hand
reißt er zwei Palmen zu Boden.
Hätte er zwei Hände
risse er den Himmel entzwei .
Ein Elefant ist keine Last für einen alten Mann –
auch nicht für einen jungen.

Übersetzung aus dem Englischen: Ulla Schild

 

Ziemlich beste Freunde. Die Sammlungen der Johannes Gutenberg-Universität Mainz zu Gast in Mainzer Museen

23. März bis 4. September 2016

Ungewohnte Exponate erwarten die Besucherinnen und Besucher vom Frühling bis zum Frühherbst in den Dauerausstellungen des Landesmuseums Mainz, des Naturhistorischen Museums und des Bischöflichen Dom- und Diözesanmuseums: Die Sammlungen der Johannes Gutenberg-Universität Mainz sind zu Gast! Ausgewählte Objekte aus den vielfältigen Beständen der Universität, die an verschiedenen Instituten für Lehre und Forschung genutzt werden, die die wissenschaftshistorische Entwicklung dokumentieren und ganz unterschiedliche ästhetische, kulturelle und ideelle Werte haben, treten in einen spannungsreichen Dialog mit den Exponaten der Museen. Wie eine Spur ziehen sich die universitären Sammlungsstücke durch die Museen. In den Bestandsvitrinen der Dauerausstellungen, aber auch in Gastvitrinen in den Farben der Universität Rot und Weiß wird beispielsweise eine indische Bronzefigur gezeigt, die mit mittelalterlichen Mariendarstellungen kontrastiert, eine Maske aus Kamerun steht einem Elefantenmodell gegenüber und mathematische Modelle korrespondieren mit moderner Kunst. Unterschiedliche Lebenswelten, Geschichten, Disziplinen, Epochen, Stile und Materialien treffen aufeinander. Die spielerischen Exponat-Nachbarschaften eröffnen überraschende Perspektiven und lassen die musealen und universitären Sammlungen in neuem Licht erscheinen. Sie fordern eine erneute Auseinandersetzung mit den Objekten heraus, decken Gemeinsamkeiten der vordergründig so unterschiedlichen Bestände auf, lassen Verbindungen quer zu Fächern und Kulturen erkennen und regen zu neuen Assoziationen und Erkenntnissen an. So bereichern sich die ungleichen Objektpaare gegenseitig – wie dies beste Freunde eben tun …

Kuratorin: Dr. Vera Hierholzer, Sammlungskoordinatorin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Bericht im JGU-Magazin über die Eröffnung der Ausstellung

 

Objekt des Monats der Universitätssammlungen (September 2015) aus der Jahn-Bibliothek

Meisterdetektiv Akins neuester Fall – Nigerianischer Kollege von Sherlock Holmes ermittelt auf Yoruba

 

 

 

 

 

Wertsachen. Die Sammlungen der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Ausstellung im Mainzer Rathaus, Jockel-Fuchs-Platz 1

28. März bis 1. Juni 2015

Eröffnung: 27. März 2015, 18 Uhr

Öffnungszeiten: Mo - Fr 8 - 18 Uhr, Sa 9 - 14 Uhr, So/Feiertage geschlossen

Die Ausstellung präsentiert Objekte aus den Sammlungen der JGU, die vielfach einen hohen Wert für Forschung und Lehre, aber auch kulturellen und ästhetischen Wert haben. Sie gibt erstmals Einblick in Keller und Dachböden, Büroräume und Depots, in denen die vielen Tausend Sammlungsstücke aufbewahrt werden. Und sie zeigt die Menschen hinter den Objekten: die Wissenschaftler/innen, die an den Sammlungen forschen, sie zur Wissensvermittlung nutzen, sie pflegen und erweitern.

Kuratorin: Dr. Vera Hierholzer, Sammlungsbeauftragte der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Fotografien: Thomas Hartmann

 

2011

Das Lebenswerk von Ulla Schild, Leiterin der Jahn-Bibliothek für afrikanische Literaturen von 1975 bis zu ihrem Tod 1998, wird vom 14. November 2011 bis 15. Februar 2012 im Rahmen einer Ausstellung über Mainzer Wissenschaftlerinnen gewürdigt. Die Jahn-Bibliothek  hat Ulla Schilds Publikationen dafür zur Verügung gestellt.

Wissenschaft ist weiblich

vorbild(l)ich

Eine Ausstellung über Mainzer Wissenschaftlerinnen

Als ihren Beitrag zur Stadt der Wissenschaften 2011 haben die Frauenbüros der Landeshauptstadt Mainz und der Johannes Gutenberg-Universität gemeinsam die historische Ausstellung vorbild(l)ich erarbeitet, die am 14. November 2011 um 18.00 Uhr in der Universität im Foyer des Forum 2 eröffnet und dort bis zum 15. Februar 2012 zu sehen sein wird.

Die Ausstellung basiert auf 17 Porträts von wissenschaftlich tätigen und eng mit Mainz verbundenen Frauen, die das Frauenbüro der Stadt seit 1991 im alljährlich erscheinenden Kalender „Blick auf Mainzer Frauengeschichte“ veröffentlicht hat. Sie wurden eigens für die Ausstellung bearbeitet und neu zusammengestellt. Die Präsentation erinnert an Frauen, die hier in der Stadt gewirkt, wissenschaftliche Einrichtungen entscheidend geprägt und auch bedeutende Beiträge zur Frauenförderung geleistet haben. Ihre Lebensgeschichten stehen dabei stellvertretend für viele Frauen, die ihren Weg in die Wissenschaft zu einer Zeit genommen haben, in der Widerstände noch viel deutlicher zu spüren waren als heute.

Einladung zur Ausstellung

 

2006

Ausstellungsposter der Jahn-Bibliothek Die Jahn-Bibliothek beteiligte sich an einer Ausstellung zum Thema "Collecting Culture: Afrika in Archiven und Bibliotheken des Rhein-Main-Gebietes", die anlässlich der VAD-Tagung vom 25. Juli bis 28. August 2006 in Räumen der Universitätsbibliothek Johann Christian-Senckenberg in Frankfurt am Main zu sehen war.

Aus dem Text des Ausstellungsflyers:

Das Rhein-Main-Gebiet bietet eine in Deutschland einmalige Dichte von Forschungsinstitutionen, Bibliotheken, Sammlungen und Archiven mit Bezug auf Afrika. Ihre Entwicklung reflektiert den wechselvollen Blick, den Europa auf den südlichen Nachbarkontinent warf. Dabei reichen einige Wurzeln bis in die Frühzeit der europäischen Begegnung mit dem afrikanischen Kontinent.

Die Ausstellung "Collecting Culture" (25.7. – 28.8.2006) will die Afrika-Sammlungen dieser Institutionen ausgehend von ihren Gründerpersönlichkeiten vorstellen. Die Strömungen der europäischen Geistesgeschichte und die politischen Entwicklungen der Vergangenheit spiegeln sich in den Sammlungen wie Sedimente des Wissens. Der Blick auf Afrika veränderte sich im Laufe der Zeit und bewirkte eine Veränderung der Forschungsfragen und damit auch der Zusammensetzung der Sammlungen: Die Perspektive wandelte sich von der Rettung des vermeintlich "Authentischen" bis hin zur Dokumentation des Hybriden und des Alltags.

Erstmals werden anlässlich der VAD-Tagung 2006 in Frankfurt a. M. die unterschiedlichsten Medien (Zeichnungen, Fotografien, Bücher, Musik, ethnographische Objekte) aus vier Sammlungen – dem Frobenius-Institut und der Universitätsbibliothek, beide in Frankfurt a. M., sowie dem Archiv für die Musik Afrikas und der Jahn-Bibliothek für afrikanische Literaturen, beide Mainz – gemeinsam einer breiten Öffentlichkeit in den Räumen der Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg, Frankfurt a. M., präsentiert.

 

2000

Präsentation einer Wanderausstellung der Aktion Afrikanissimo (Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika e.V.) im Mai 2000:

"Geschichte und Geschichten. Die Literaturen Afrikas"

Begleitbroschüre Konzeption und Text: Thomas Brückner

Mit gleichnamiger Begleitbroschüre von Thomas Brückner (Frankfurt: Aktion Afrikanissimo, Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika e.V., 1998)

Aus dem Editorial der Begleitbroschüre:

"Die Ausstellung Geschichte und Geschichten. Die Literaturen Afrikas bietet als erste ihrer Art in deutscher Sprache eine umfassende Übersicht über die Literatur und Literaturgeschichte Afrikas südlich der Sahara. Mit Hilfe dieser Begleitbroschüre können Sie die Ausstellungstexte (und einige der Abbildungen) als Lektüre mit nach Hause nehmen. Außerdem finden Sie ausführliche bibliographische Angaben, die Sie nutzen können, um sich einige der Werke zu besorgen."

Inhalt:

  • Erbe der Mündlichkeit
  • Themen und Tendenzen
  • Alphabet der AutorInnen

Die Ausstellung und die Begleitbroschüre wurden mit finanzieller Unterstützung der Kommission der Europäischen Union und des Kirchlichen Entwicklungsdienstes der EKD durch den Ausschuss für Entwicklungsbezogene Bildung und Publizistik (ABP) ermöglicht.

Im Begleitprogramm der Präsentation der Ausstellung am Institut für Ethnologie und Afrikastudien in Mainz fanden mehrere Lesungen statt. Am 10. April war der südafrikanische Lyriker und Essayist Lesego Rampolokeng zu Gast am Institut. Am 16. Mai organisierte die Jahn-Bibliothek in Zusammenarbeit mit dem Institut für Theaterwissenschaften und dem Interdisziplinären Arbeitskreis Drama und Theater der JGU eine szenische Lesung des Theaterstücks Death and the King's Horseman von Wole Soyinka. Am 29. bzw. 30. Mai lasen die südafrikanischen Schriftsteller Don 'Bra Zinga' Mattera und Mike Nicol aus ihren Romanen.

 

1977

Ausstellung von Ulla Schild anlässlich des Besuchs von L.S. Senghor in Mainz.

L.S. Senghor mit Ulla Schild, 1977

L.S. Senghor mit Ulla Schild während seines Besuchs im Jahr 1977 in Mainz in 1977. © E.W. Müller.